Die Auswahl des richtigen Bestatter ist eine zutiefst persönliche und emotionale Entscheidung, die oft unter großem seelischem Druck getroffen werden muss.
Inmitten der Trauer benötigen Hinterbliebene einen vertrauensvollen und kompetenten Partner, der die komplexe Organisation der Bestattung übernimmt, die Wünsche des Verstorbenen respektiert und eine würdevolle Abschiednahme ermöglicht.
Da die Dienstleistungen eines Bestatter variieren können – von der administrativen Abwicklung über die hygienische Versorgung bis hin zur Gestaltung der Trauerfeier – ist es wichtig, Kriterien zu berücksichtigen, die über die reine Verfügbarkeit hinausgehen.
Ein guter Bestatter nimmt Ihnen organisatorische Lasten ab und schafft Raum für die Trauer. Die folgenden sechs Faktoren sind entscheidend für die Wahl eines passenden Bestattungsunternehmens.
1. Transparenz der Kosten und klare Leistungsübersicht
Die Kosten für eine Bestattung können schnell unübersichtlich werden. Ein seriöser bestatter wird Ihnen von Beginn an eine klare und detaillierte Kostenaufstellung präsentieren.
Achten Sie darauf, dass alle Positionen – von den Eigenleistungen des Bestattungsinstituts (Sarg, Überführung, Versorgung) über die Fremdleistungen (Friedhofsgebühren, Krematoriumskosten, Floristik) bis hin zu den Gebühren für Urkunden – transparent aufgeschlüsselt sind.
Vermeiden Sie Unternehmen, die nur Pauschalpreise nennen. Die Kostentransparenz ist ein Zeichen von Seriosität und verhindert unerwartete finanzielle Belastungen.
2. Persönliches Vertrauen und Empathie
Da Sie dem Bestattungsinstitut einen Ihrer Liebsten anvertrauen, ist das persönliche Vertrauensverhältnis von größter Bedeutung. Achten Sie beim ersten Kontakt darauf, wie Sie empfangen werden: Wird Ihnen aktiv zugehört? Zeigt der Bestatter Empathie und Sensibilität für Ihre individuelle Situation?
Ein guter Dienstleister wird sich nach Ihren Wünschen und den Persönlichkeiten des Verstorbenen erkundigen, um eine wirklich persönliche und würdevolle Abschiednahme zu ermöglichen. Fühlen Sie sich unter Druck gesetzt oder unwohl, suchen Sie besser nach einer Alternative.
3. Erfahrung mit verschiedenen Bestattungsarten
Nicht jede Bestattungsart passt zu den Wünschen des Verstorbenen oder den Vorstellungen der Familie. Klären Sie, ob das Bestattungsinstitut Erfahrung mit allen gängigen Formen hat – von der traditionellen erdbestattung über Feuerbestattungen bis hin zu Naturbestattungen wie Baum- oder Seebestattungen.
Insbesondere bei Sonderwünschen, etwa der Organisation einer stillen Beisetzung oder einer sehr großen, öffentlichen Trauerfeier, ist die Vielseitigkeit und organisatorische Routine des Bestatters entscheidend.
Eine professionelle erdbestattung erfordert beispielsweise detaillierte Kenntnisse der Friedhofsvorschriften.
4. Erreichbarkeit und organisatorische Entlastung
Der Tod hält sich nicht an Bürozeiten. Ein zuverlässiger Bestatter sollte rund um die Uhr erreichbar sein, um die erste Überführung oder die sofort notwendigen Formalitäten zu klären. Fragen Sie nach, in welchem Umfang Ihnen die organisatorische Last abgenommen wird.
Dazu gehört die Abmeldung bei Behörden, Renten- und Krankenkassen sowie die Besorgung der Sterbeurkunden. Ein umfassender Service entlastet die Hinterbliebenen in einer Zeit, in der die Konzentration auf die Trauer liegen sollte.
5. Gestaltung der Trauerfeier und Räumlichkeiten
Die Gestaltung der Trauerfeier ist elementar für den Abschiedsprozess. Verfügt der Bestatter über eigene, würdige Abschiedsräume? Kann er eine Trauerfeier nach Ihren individuellen Wünschen – sei es musikalisch, religiös oder weltlich – organisieren?
Klären Sie, ob die Möglichkeit besteht, den Verstorbenen vor der Bestattung in Ruhe zu besuchen und ob dabei auf persönliche Wünsche (z. B. eigene Kleidung des Verstorbenen) eingegangen wird.
6. Mitgliedschaft in Fachverbänden und Qualifikation
Die Mitgliedschaft in anerkannten Bestatter-Fachverbänden (wie dem Bundesverband Deutscher Bestatter) kann ein Hinweis auf hohe Qualitätsstandards sein. Solche Organisationen verpflichten ihre Mitglieder zur Einhaltung strenger ethischer und fachlicher Richtlinien.
Fragen Sie auch nach der Ausbildung des Personals. Ein ausgebildeter geprüfter Bestatter verfügt über das notwendige Fachwissen in Hygiene, Recht und Trauerpsychologie.














